Alltagsmobilität aus der Perspektive der Fahrgäste

Teil 3 – Unterwegs im Bürgerbus: eine Fahrt aus Sicht eines Mitfahrenden


Für viele Bürgerinnen und Bürger ist der Bürgerbus längst zu einem festen Bestandteil ihres Alltags geworden. Die Gründe dafür sind unterschiedlich: Manche nutzen ihn für regelmäßige Arztbesuche, andere für kleine Einkäufe oder um soziale Kontakte zu pflegen. Eine typische Fahrt zeigt, wie niedrigschwellig und verlässlich das Angebot ist.

Eine typische Fahrt beginnt nicht spontan, sondern mit einer festen Terminvereinbarung. Wer den Bürgerbus nutzen möchte, ruft  vorab die Bürgerbus-Hotline an und bucht die gewünschte Fahrt – spätestens am Vortag. Das sorgt dafür, dass die Touren geplant werden können und niemand übersehen wird.

Zum vereinbarten Zeitpunkt steht der Bus dann vor der Haustür. Die Fahrerinnen und Fahrer begrüßen freundlich, helfen beim Einsteigen und sorgen dafür, dass alle sicher sitzen. Während der Fahrt ergeben sich oft kurze Gespräche – über das Wetter, den Ortsteil oder den nächsten Termin. Diese Momente schaffen Nähe und machen das Angebot mehr als eine reine Transportleistung. Während der Termin vor Ort läuft, fährt der Bürgerbus in der Regel weiter und übernimmt andere Anfragen.

Ist der Termin fertig, genügt ein kurzer Anruf – oder man hält sich an die zuvor vereinbarte Abholzeit. Der Bus kommt dann wieder vorbei und bringt einen zuverlässig nach Hause. Für viele Mitfahrende entsteht dadurch ein Stück Selbstständigkeit zurück, das ohne das Angebot kaum möglich wäre. Der Bürgerbus ersetzt kein Taxi, aber er schafft verlässliche Mobilität – und das ist für viele in Otzberg enorm wertvoll.