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Regionalprojekt "Ich lebe und arbeite in Otzberg 3"
Unternehmertag im Regionalprojekt Otzberg: Erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt
Darmstadt-Dieburg / Otzberg. Im Rahmen des Projekts „Ich lebe und arbeite in Otzberg 3“ hat kürzlich ein Unternehmertag stattgefunden, der die Integration von Kundinnen und Kunden der Kreisagentur für Beschäftigung (KfB) in den regionalen Arbeitsmarkt unterstützt. Ziel der Veranstaltung war es, Arbeitssuchende und lokale Unternehmen direkt miteinander ins Gespräch zu bringen.
Begrüßt wurden die Teilnehmenden im Sitzungssaal des Rathauses in Lengfeld von Fachgebietsleiterin Dijana Hüsch (Rathaus Otzberg) und Jobcoach Alexander Karlik von der KfB. Im Mittelpunkt des Unternehmertags stand der persönliche Austausch zwischen Arbeitssuchenden und Arbeitgebern aus der Region.
Aktuell nehmen 15 Personen an dem Projekt teil, darunter neun Frauen und sechs Männer. Die Mehrheit der Teilnehmenden verfügt über gute Ausbildungen, Studienabschlüsse oder einschlägige Berufserfahrung. Das Projekt ist im August 2025 gestartet und läuft noch bis Anfang März 2026. Bereits jetzt zeigen sich erste Erfolge: Zwei Teilnehmende konnten erfolgreich in Arbeit vermittelt werden, zwei weitere nehmen an Weiterbildungsmaßnahmen teil, die ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt weiter verbessern.
„Unser Ziel ist es, den Menschen dort berufliche Perspektiven zu eröffnen, wo sie leben. Der Unternehmertag zeigt, wie wertvoll der direkte Kontakt zwischen Arbeitssuchenden und Betrieben ist“, betont Christel Sprößler, Kreisbeigeordnete des Landkreises Darmstadt-Dieburg. „Solche Formate helfen, Vorbehalte abzubauen und Potenziale sichtbar zu machen – auf beiden Seiten.“
Auch lokale Arbeitgeber nutzten die Gelegenheit zum Austausch. Unter den Gästen waren Katja Florian und Manuela Blank vom Kursana Domizil Otzberg. Sie ermutigten die Arbeitssuchenden, aktiv auf Unternehmen zuzugehen: „Seien Sie offen. Gehen Sie auf uns zu. Der persönliche Eindruck und Engagement zählen oft mehr als perfekte Bewerbungsunterlagen.“
Jobcoach Alexander Karlik zieht ebenfalls ein positives Fazit: „Der Unternehmertag ist ein wichtiger Schritt, um die Brücke zwischen gut ausgebildeten Fachkräften und den Unternehmen vor Ort zu schlagen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass solche Begegnungen die Integration weiter voranbringen und die Fähigkeiten der Teilnehmenden nachhaltig genutzt werden können.“
Zum Projekt
Das Projekt „Ich lebe und arbeite in…“ wird in jeder der 23 Kreiskommunen angeboten. Seit 2008 werden in den Regionalprojekten erfolgreich motivierte Arbeitssuchende sowie Unternehmer vor Ort unterstützt. In enger Zusammenarbeit mit der Kommune, dem Gewerbeverein, den Unternehmen vor Ort und der KfB werden Kontakte und Beziehungen (Netzwerke) aktiviert und genutzt, um offene Arbeitsstellen zu besetzen. Die Teilnehmenden bringen ihre Kenntnisse und Netzwerke in das Projekt ein. Sie erarbeiten im Einzel- und Gruppencoaching neue berufliche Perspektiven und entdecken eigene Stärken und Kompetenzen (wieder). Der Erfolg gibt dem regionalen Arbeitsmarktprojekt vor Ort Recht: 30 bis 35 Prozent der Teilnehmenden finden während oder nach Abschluss des Projektes eine Arbeit und weitere 20 Prozent werden aktiviert, das heißt, sie beginnen eine Weiterbildung, ein Studium oder Ehrenamt. In den zurückliegenden 17 Jahren haben mehr als 2.000 Menschen an dem Projekt teilgenommen. Von ihnen haben durch das Projekt über 600 eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gefunden. Durch Einzelcoachings der KfB konnten weitere 240 Personen in den Arbeitsmarkt integriert werden. Im Februar startet in Seeheim-Jugenheim das 80. Regionalprojekt.



