Blick von der Veste Otzberg

Hering

Hering ist der höchstgelegene Ortsteil der Gemeinde. Sein Ortsname wird auf die Grundbedeutung "Höhe Ring" zurückgeführt. Es wird vermutet, dass sich auf dem Otzberg, auf dessen Nordseite der Ort liegt, eine germanische Fluchtburg - ein Ringwall - befunden habe, und so zu dem Ortsnamen führte.

Die Entwicklung des Ortes ist eng mit der Veste Otzberg verbunden. Im Jahr 1231 wurde die Burg erstmals genannt. Um 1100 als fuldischer Amtssitz gegründet, ging sie 1390 in den Besitz der Abtei Fulda und wurde kurplälzische Amtsburg. Die bayerischen Erbfolgekirege, der 30-jährige Krieg haben sich oftmals zum Schaden der Region ausgewirkt. Bereits 1374 wurde von "Heringes die stat" geschrieben. Einen städtischen Ausbau hat es aber wegen der natürlichen geografischen Einschränkungen zur damaligen Zeit nicht gegeben, wenn es um 1580 im Salbuch des Amtes Otzberg heißt: "Der Flecken zum Hering".

Erst in jüngster Zeit hat man die klimatisch und landschaftlich günstige Lage des Ortes genutzt und ihn durch den Ausbau von Wanderwegen und der Schaffung anderer Erholungs- und Freizeiteinrchtungen sowie der Verschönerung und Pflege des alten Ortskerns sowohl als Wohnplatz, als auch für den Ausflugs- und Fremdenverkehr, interessant werden lassen. Hauptanziehungspunkt für die Besucher sind die unter anderem stattfindenden Oster- und Weihnachtsmärkte sowie das Museum auf der Veste Otzberg. das mit seinen ständig wechselnden Sonderausstellungen eine besondere Prägung erhalten hat.

Wappen der Altgemeinde Hering
© Gemeinde Otzberg