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Rapsanbau für den Wasserschutz gut und schlecht zugleich

Winterraps stellt in Betrieben mit hohem Getreideanteil wegen seines günstigen Vorfruchtwertes eine wichtige Blattfrucht dar. Trotz der Wirtschaftskrise ist die Nachfrage nach Pflanzenölen weltweit weiter steigend und die Rapsflächen nehmen auch hier zu.

Für den Wasserschutz hat der Rapsanbau zwei Gesichter. So ist der Raps im Ansaatjahr in den Wasserschutzgebieten gern gesehen. Denn die jungen Rapspflanzen benötigen bis zum Herbst viele Nährstoffe, so dass keine Auswaschung stattfinden kann. Anders sieht es hingegen im Erntejahr aus. Die Erntereste des Rapses enthalten im Vergleich zu Getreidestroh sehr viel Nährstoffe, die in der Regel von den Folgefrüchten nicht aufgenommen werden können. Hier kommt es aus Sicht des Wasserschutzes darauf an, so lange wie möglich den  Ausfallraps stehen zu lassen und so wenig wie möglich den Boden zu bearbeiten, um die Umsetzung des Rapsstrohs nicht noch weiter anzuregen. Um die Übertragung von Krankheiten auf benachbarte Flächen zu vermeiden, sollte Ausfallraps erst kurz vor der anstehenden Aussaatzeit eingearbeitet werden. Die Forderung des Wasserschutzes, den Boden nach der Rapsernte möglichst wenig zu bearbeiten, hat aber auch einen pflanzenbaulichen Vorteil für den Rapsbauern. Bei der Rapsernte kommt es unweigerlich zu Ausfallverlusten, die ein Vielfaches der üblichen Aussaatmenge betragen. Damit es in einer Rapsfruchtfolge nicht zu einem unkontrollierbaren Auflaufen von „Altraps“ kommt, der eine exakte „Bestandesführung“ unmöglich macht, sind alle Maßnahmen zu ergreifen, die zu einem raschen und sicheren Keimen des Ausfallrapses führen. In Lagen mit ausreichenden Niederschlägen nach dem Drusch ist ein Liegenlassen des Rapsfeldes oftmals die beste Maßnahme zum Ankeimen der Ausfallkörner. In Trockenlagen kann durch Walzen ein Auflaufen gefördert werden. In keinem Fall darf Ausfallraps durch Pflügen oder Tiefgrubbern unmittelbar nach der Ernte „vergraben“ werden, da Rapssamen in größeren Bodentiefen 5 Jahre und länger ihre Keimfähigkeit behalten.

 Jetzt steht in Kürze die Rapsaussaat an , und es gilt dem Raps optimale Startmöglichkeiten zu verschaffen, denn im Herbst werden bereits 70 % des Ertragspotenzials festgelegt. Der optimale Saattermin reicht vom 20. August bis Ende August. Aufgrund der besseren Wüchsigkeit werden bei Hybridsorten geringere Saatstärken empfohlen als bei Liniensorten. Bei guten Saatbedingungen und exakter Sätechnik reichen bei Hybridsorten 40–50 Körner pro qm und bei Liniensorten 50–60 Körner pro qm. Hybridsorten sind deutlich robuster und bilden ein besseres Wurzelsystem aus, weshalb sie auch für Spätsaaten (September)und ungünstigere Lagen geeignet sind.

 Aus den Landessortenversuchen lassen sich die folgenden Sorten empfehlen:

Für normale Saattermine und günstige Bestellbedingungen: Elektra (kurz, standfest, gutes Kompensationsvermögen), Ladoga (standfest, ausgeglichene Gesundheit),

bei spätem Saattermin, auf schweren und kalten Böden: Elektra und Visby (hohe Erträge, robust, frohwüchsig) sowie PR46W31 (mittel standfest, hohe Kornerträge, geeignet für reduzierte Bodenbearbeitung).

Für Güllebetriebe bieten sich die Sorten NK Nemax und Vision an.

Auf leichten und trockenen Standorten sind wiederum Elektra, Excalibur und Vision von Vorteil. 

 

Generell bietet Feuchtigkeit gute Voraussetzungen für ein starkes Schneckenauftreten, insbesondere während der Aussaat und der Auflaufphase. Vor oder direkt nach der Rapsaussaat sollte unbedingt eine Schneckenkontrolle durchgeführt werden. Dabei wird eine entsprechende Schneckenfolie oder ein feuchter Jutesack in einer Größe von 50 x 50 cm ausgelegt unter den Schneckenkorn gestreut wird. Nach 24 Stunden wird die Abdeckung kontrolliert. Werden dabei 1-2 Schnecken/Folie ausgezählt, ist eine chemische Bekämpfung vorzunehmen.

  Winterraps ist von Natur aus sehr konkurrenzstark gegenüber der Wildvegetation. Diese Konkurrenzfähigkeit kann der Raps aber nur dann in vollem Umfang entfalten, wenn er von Anfang an optimale Startbedingungen hat und gleichmäßig aufläuft.

 

Der amtliche Pflanzenschutzwarndienst rät:

" Beim verstärkten Auftreten der kreuzblütigen Problemunkräuter Hirtentäschelkraut, Ackerhellerkraut oder verschiedener Raukearten sollten vorrangig Clomazone-haltige Rapsherbizide im Vorauflaufverfahren bis 3 Tage nach der Saat eingesetzt werden. Da es bei der Abdrift von Clomazone-haltigen Präparaten zu Schäden an Nachbarkulturen, Feldrainen oder Gehölzinseln kommen kann, sind die entsprechenden Anwendungsbestimmungen unbedingt einzuhalten.

 Bei einer allgemeinen Standardverunkrautung hat sich die gezielte Herbizidanwendung in den Auflauf der Unkräuter im frühen Nachauflaufverfahren seit Jahren bei feinkrümeligen und feuchtem Boden bestens bewährt. Die Anwendung von Butisan Top (1,5-2,0 l/ha) erfolgt 3-7 Tage nach der Saat. Dadurch werden alle wichtigen Rapsunkräuter (außer Problemunkräuter) inkl. Klettenlabkraut gut bekämpft.

 Im Nachauflaufverfahren Herbst/Frühjahr kann Effigo vorrangig gegen Kamille, Kornblume und Disteln mit 0,35 l/ha ab dem 2-Blattstadium des Rapses eingesetzt werden. Im Frühjahr ist eine Behandlung mit Effigo ab Vegetationsbeginn bis zum Knospenstadium (BBCH 50) gegen Kamille, Klette und Disteln möglich.

  Zur Bekämpfung von Ausfallgetreide und anderen Ungräsern sowie Vogelmiere steht Kerb Flo mit 1,25-1,87 l/ha zur Verfügung (einschl. Trespen). Die Anwendung erfolgt ab dem 4-Blattstadium des Rapses im Spätherbst bis etwa Mitte Dezember. Die herbizide Wirkung tritt meist erst im Frühjahr ein. Bei starken Auftreten von Ausfallgetreide und Ungräsern einschl. Trespen ist jedoch der Einsatz spezieller Gräserherbizide notwendig. Bei günstigen Wachstumsbedingungen können die niedrigen Aufwandmengen eingesetzt werden. Durch den Zusatz von Netzmitteln oder Öl wird die Wirkungssicherheit deutlich verbessert. Bei Ausfallweizen sind höhere Aufwandmengen als bei Ausfallgerste notwendig."

 (18.08.09)

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Bodenbearbeitung nach der Ernte entscheidet über N-Freisetzung und Auswaschung

Die Stoppelbearbeitung nach der Getreideernte soll das Austrocknen des Bodens verhindern, ein schnelles und gleichmäßiges Auflaufen des Ausfallgetreides und der Unkräuter gewährleisten, die Strohrotte fördern und die Übertragung von Krankheiten verhindern. Wird die Folgefrucht ohne vorheriges Pflügen eingesät, übernimmt die Stoppelbearbeitung darüber hinaus die Aufgabe der Lockerung, Einebnung und Saatbettbereitung. Sie ist kein Arbeitsgang, der nur nebenher oder irgendwie bewältigt werden kann, denn in der Stoppelbearbeitung wird schon der Grundstein gelegt für Erfolg oder Misserfolg der nächsten Kultur. Sie muss um so sorgfältiger durchgeführt werden, je enger die Fruchtfolge gestaltet wird und je mehr Wert auf einen wirtschaftlichen Ackerbau gelegt wird.

 

Flott, flach, fest und fein soll die Stoppelbearbeitung sein !      

 

Flott nach dem Drusch muss die Bearbeitung erfolgen, um die Bodenfeuchtigkeit auszunutzen. Abgemähte Stoppeln wirken wie Lampendochte und ein ausgetrockneter Boden wird nicht mehr fein. Flach bedeutet, dass eine Bearbeitungstiefe von 5 cm angestrebt wird, um auch Flachkeimer wie die Trespe, die zunehmend Schwierigkeiten macht, zum Keimen zu bringen und nicht zu vergraben. Fest soll die Stoppelbearbeitung sein, damit alle Samen guten Bodenkontakt bekommen und schnell auflaufen. Ein feines Saatbett erleichtert den Bodenschluss, sorgt dafür, dass die Ackerschnecken keine Hohlräume zum Überleben finden und fördert die Strohrotte, weil viel Stroh in Kontakt mit den Bodenbakterien kommt (gute Durchmischung).

 

Wenn Stroh nicht abgefahren wird, sind für die Strohrotte oft mehrere Arbeitsgänge mit zunehmende Arbeitstiefe nötig. Eine Düngung zur Strohrotte ist nicht nötig, da auf den allermeisten Böden die biologische Aktivität im Boden ausreicht, um das Stroh zu zersetzen, wenn es gut in den Boden eingemischt wird (Ausnahme sind Sandböden mit geringem Humusanteil). Entscheidend ist, dass das Stroh gut gehäckselt wurde und vom Häcksler auch gleichmäßig verteilt wird. Erfolgt der Mähdrusch bei starkem Wind, ist der Einsatz eines Strohstriegels nach der Ernte zur besseren Verteilung vorteilhaft.

 

Jede Bodenbearbeitung nach der Ernte fördert aber auch die Freisetzung von Stickstoff. Denn für die Mineralisierung ist die Durchlüftung ein entscheidender Faktor. Jede Bodenbearbeitung mit dem Grubber führt zu einer Stickstofffreisetzung in Höhe von 20-30 kg N/ha, beim Fräsen werden sogar 60 kg N/ha freigesetzt. Wenn nachfolgend eine Zwischenfrucht oder Raps angebaut wird, so werden die Nährstoffe gut verwertet. Wenn aber Getreide wieder angebaut wird, kann besonders auf biologisch aktiven Böden (z. B. Flächen mit regelmäßiger Wirtschaftsdüngerausbringung) die Nährstofffreisetzung größer sein als die Aufnahme des Getreides, weshalb hier die reduzierte Bodenbearbeitung und/oder der Anbau von Zwischenfrüchten besonders ratsam sind.   

 

20.07.09

_____________________________________________________________________________

 

 

 

Düngungsempfehlungen zu Wintergetreide und Zuckerrüben nach SBA

nach einem harten, kalten Winter mit eher unterdurchschnittlichen Niederschlägen, präsentieren sich die Wintergetreidebestände in der Regel in einem guten Zustand. Während der extremen Frostperiode lag in der Regel eine ausreichende Schneedecke schützend über den Pflanzen.

 Da es durch die für diese Region lange Vegetationspause zu keinem weiteren Wachstum gab, sind die Bestände nicht zu dicht. Dem spät gesäten Weizen verbleibt nur eine relativ geringe Zeit zur Bestockung. 

 Die ersten Niederschläge nach dem Frost flossen in der Regel eher oberflächlich ab, anstatt den Boden zu durchdringen. Anhand der Bodenuntersuchungen können wir  feststellen, dass auf den meisten Flächen nahezu die identischen Nmin-Werte  im Bodenprofil gefunden wurden, wie im Herbst. Im Mittel aller untersuchten Standorte (zur Zeit liegen die Ergebnisse von 46 Wintergetreideflächen und 6 Zuckerrübenflächen vor) zeigen für die Wintergetreideflächen  eine Abnahme der gesamten Nitrat-N-Menge in 0 – 90 cm Tiefe von nur 4 kg NO3-N/ha im Vergleich zu den Herbst-Nmin-Untersuchungen. Allerdings hat durchaus eine Verlagerung in tiefere Bodenschichten stattgefunden, jedoch meistens nicht unter den durchwurzelbaren Horizont (90 cm Tiefe) hinaus. Ausgenommen sind flachgründige Böden oder grundwasserbeeinflusste Standorte. Im Vergleich zur Herbst-Beprobung fehlen im Krumenbereich ca. 15 kg N, diese sind jedoch im Unterboden angereichert.

 Unter den Wintergetreideflächen liegt das Nitrat relativ gleichmäßige verteilt in den einzelnen Bodenschichten vor. Zum Schossen und ggfs. zur Qualitätsgabe sollten Chlorophyllmessungen ergänzend durchgeführt werden.

 Unter den Zuckerrübenschlägen führt der Zwischenfruchtanbau zu einer Akkumulation des Nitrats im Oberboden.

 Sofern von Ihren Flächen keine Bodenproben entnommen wurden, orientieren Sie sich bitte anhand der folgenden Tabellen:

 

Ergebnisse der Frühjahrs-Nmin-Beprobung in den Wasserschutzgebieten Groß-Umstadt, Otzberg und Mischbornquelle:

 

 

Hauptfr.

2009

Vorfrucht

2008

Nmin (kg NO3-N/ha)

Düngeempfehlung (kg N/ha)

0-30 cm

30-60 cm

60-90 cm

0-90 cm

Gabe 1a

Veg.Beg.

Gabe 1b

Schossen

Alle Wintergetreideflächen

22

25

22

69

 

 

 

 

W.Gerste (75-80 dt/ha)

18

14

12

47

50

 

50

 

W.Weizen (80 – 85 dt/ha)

23

28

25

76

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WW (früh gesät) mit org. Dg

Getreide

23

31

28

82

40-50

 

50

WW (früh gesät) ohne org. Dg.

Getreide

21

21

25

67

 

60

 

50

WW

Mais, Kartoff., Raps

23

27

25

75

50

 

50

WW (spät gesät)

ZR

18

17

10

45

60-70

 

60

 

Roggen

 

22

25

22

69

40-50

 

40

 

Z.Rüben

 

30

22

19

71

60 mit langj. org. Düngung

90 ohne org. Düngung

Entnahme der Bodenproben: Mitte Februar

 

Bei langjährige Wirtschaftsdüngergaben sind 10 kg N/ha bei der Schossgabe abzuziehen

 

 

 

 

 

Düngungsempfehlungen zu Wintergetreide in mittleren LAgen des Odenwaldes (Brensbach, Modautal, Mühltal)

Hauptfrucht

2009

Vorfrucht 2008

 Ø  N-min-Wert
(kg N/ha)

1a-Gabe

Veg.-Beginn*

(kg N/ha)

1b-Gabe

3 Wochen nach Veg. Beginn

2. Gabe

Schossen*

(kg N/ha)

W.Gerste

Mais, Raps

Getreide

55

38

55

38

40-50

50-60

 

30-40

30-40

W.Weizen

Mais, Raps

Getreide

50

50-60

 

30-40

40

 

*: Betriebe mit regelmäßigen Güllegaben geringere Mengen (-10 kg zum Schossen)

 

Güllegaben zum Wintergetreide anrechnen, bitte berücksichtigen Sie Ihre Untersuchungsergebnisse: Ammonium-N zu 100 %, ansonsten Gesamt-N von Rindergülle zu 50 % anrechnen.

 

 

Düngungsempfehlungen zu Wintergetreide in Höhenlagen des Odenwaldes (Reichelsheim, Lindenfels, Lautertal)

Hauptfrucht

2009

 

 Ø  N-min-Wert
(kg N/ha)

 

1a-Gabe

Veg.-Beginn*

(kg N/ha)

 

1b-Gabe

3 Wochen nach Veg. Beginn

 

2. Gabe

Schossen*

(kg N/ha)

 

W.Gerste

 

34

 

(40) - 50

 

 

 

30-40

 

Triticale

 

50

 

 

 

40

 

W.Weizen

 

50

 

 

 

40

 

AGGL (12.03.2009)

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Düngungsempfehlungen zu Körnerraps nach SBA

Die Höhe der optimalen Düngung hängt vom Erzeugerpreis und vom Düngerpreis ab. Im Vergleich zum letzten Jahr um diese Zeit haben sich die Preis-/Kostenrelationen deutlich geändert. In diesem Jahr fragt man sich, welche Nährstoffmengen unbedingt notwendig sind, um so kostengünstig wie nur möglich zu arbeiten.

 Tatsächlich weist die N-Düngung nur relativ geringe Effekte auf den Kornertrag beim Raps auf. Eigene Versuche der Offizialberatung und der AGGL zeigen, dass eine Steigerung um 50 kg N/ha nicht zu nennenswerten Kornertragszuwächsen geführt haben, wohl aber zu geringeren Ölgehalten.

 Für den Ertrag entscheidend ist eine gute Schwefel –und Borversorgung sowie die Pflanzenschutzmaßnahmen (hier insbesondere die Bekämpfung von Rapsstängelrüssler etc.).

 Der Raps sollte bei Befahrbarkeit der Flächen und einsetzender Vegetation umgehend angedüngt werden. Die 2. Gabe sollte ca. 3-4 Wochen nach der 1. Gabe (bzw. Vegetationsbeginn) ausgebracht werden. Bei Streckungsbeginn darf der Raps nicht hungern. Der Termin der Anschlussdüngung (2.Gabe) darf nicht verpasst werden! Bei zeitlichen Problemen ist es vorzuziehen, die Düngung mit stabilisierten Düngern in einer Gabe auszubringen.

Der Rapool –Ring weist darauf hin, was bei der N-Bemessung zu bedenken ist:

 Gerade beim Raps, mit seinem hohen N-Bedarf, gibt es aber erhebliche Einsparungseffekte, wenn nicht nur der Nmin-Vorrat, sondern auch der Vor-Winter aufgenommene Stickstoff bei der Düngung berücksichtigt wird.  

 Auch in diesem Jahr haben wir wieder Rapsproben von verschiedenen Flächen analysieren lassen. Dieses Mal ergab sich ein relativ homogenes Bild. Im Mittel wurden 55 kg N in der Pflanzensubstanz festgestellt. Rapspflanzen von Flächen mit langjähriger organischer Düngung oder Flächen mit guter Grundnährstoffversorgung im Boden hatten bis 70 kg N/ha aufgenommen. Bei den Probenschnitten haben wir außerdem die Bestände ausgezählt und konnten relativ homogene Bestände mit 34 Pflanzen/m2 ermitteln. Richtig kräftige Bestände gibt es in diesem Jahr nur wenige, aber auch schwache Bestände sind zur Zeit eher die Ausnahme, wobei abzuwarten bleibt, wie die letzte Frostperiode verkraftet wurde.    

Die Nmin-Werte weisen in diesem Frühjahr nur eine geringe Streuung auf. Flächen auf denen im Herbst hohe Nmin-Werte festgestellt wurden, haben auch jetzt noch höhere Werte. Für den Zeitraum November bis Anfang Februar können wir, nach den uns vorliegenden Ergebnissen von einer N-Auswaschung von bis zu 30 kg N/ha ausgehen.

 Sofern Sie keine schlagspezifische Düngeempfehlung erhalten haben, orientieren Sie sich bitte an der allgemeinen Düngungsempfehlung zu Körnerraps 2009

Die derzeit günstigen Harnstoffpreise führen dazu, die Wirkung der verschiedenen N-Formen erneut zu hinterfragen. Harnstoff ist im Vergleich zu Kalkammonsalpeter und AHL ein ebenbürtiger Kandidat. Eine gute Bestandesführung ist auch mit Harnstoff möglich, vorausgesetzt der Harnstoff wurde mit dem Düngerstreuer exakt ausgebracht. Technik und Harnstoffqualität sind entscheidend. Gekörnte Ware lässt sich breitwürfig mit Scheibenstreuern ausbringen, jedoch sollte die Arbeitsbreite nicht mehre als 20 m betragen. Bei der feinen, geprillten Ware ist für große Arbeitsbreiten der pneumatische Streuer für eine genaue Verteilung zu bevorzugen. Wenn Harnstoff eingesetzt wird, sollte der Schwefelbedarf des Rapses zu Vegetationsbeginn abgesichert werden, z.B. durch Kieserit.

Düngungsempfehlung zu Körnerraps 2009

K.- Raps, 2009

Frühjahrs-Nmin 2009

(kg NO3-N/ha,    0 – 90 cm)

Düngungsempfehlung

1. Gabe                 2. Gabe

Veg.Beg.          Schossen,

                          Streckung

Bestand ohne organische Düngung

28

     80                    80

mittlerer Bestand mit org. Düngung

50 – 80

     70                    60

AGGL - 23.02.2009

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WSGe Mühltal: Kooperationsvertrag und NAG-Karten

Nachfolgend finden Sie den Entwurf des Kooperationsvertrags für die WSGe Mühltal sowie die Karten der NAG-Kartierung für die Wasserschutzgebiete zum Download

Brunnen am Alten Graben

Dornbergquelle

Quelle im Sand

Mertzequelle

Downloads

Einladung zu internen Bauernversammlungen

WSGe Nieder/Ober Klingen, Guttelbruch  und Habitzheim

 am Donnerstag, den 22.01.2009

 um 20.00 Uhr in der Feuerwehrklause in Nieder-Klingen,

 

WSGe Lengfeld, Groß-Umstadt, Hering

 am Mittwoch, den 27.01.2009,

um 20.00 Uhr im „Neuwiesenhof“ (Otto Storck) in Lengfeld

Besprechung der Bodenuntersuchungsergebnisse vom Herbst 2008 und Besprechung der anstehenden Bodenprobenentnahmen für Düngeempfehlungen .

 Bitte bringen Sie Ihre Ergebnisse der Bodenuntersuchungen vom Herbst, soweit vorhanden die Schlagkarteien für das Erntejahr 2008 und die Anträge auf Bezuschussung mit.

 Falls noch nicht geschehen, können an diesem Abend auch die neuen Kooperationsverträge für das WSG Groß-Umstadt mitgebracht werden.

 

 

(20.01.09)

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