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Hinweise zur Weizenaussaat

Die Weizenpreise haben zur Zeit kräftig angezogen. Welche Qualitätsgruppe sich zur Ernte 2007 lohnt, entscheiden die Marktpreise und die Ertragsrelationen der Sorten zueinander. Hierüber geben die mehrjährigen Ergebnisse der regionalen LSV die fundiertesten Hinweise.  Ausgehend von einem Ertragsniveau von 85 dt/ha bei A-Qualität muss B-Weizen 5 dt/ha, C-Weizen sogar fast 10 dt/ha mehr dreschen, um den gleichen Markterlös zu erreichen, E-Qualität darf hingegen um ca. 3 dt/ha weniger dreschen

Die amtliche Beratung in Hessen (LLH) empfiehlt die folgenden Weizensorten

 

Günstige Lagen:

A: Enorm, Akteur, Tommi, Türkis, Cubus, Schamane, Sobi, Impression

B: Terrier, Dekan, Isengrain, Ranger, Campari, Solitär

C:  Skalmeje, Hermann

Ungünstige Lagen, Höhenlagen, schwierige Standorte


A: Cubus, Alitis, Türkis, Brillant, Schamane, Sobi

B: Terrier, Isengrain, Ranger

C : Skalmeje

Stoppelweizen


A: Türkis

B: Isengrain, Dekan, , Striker, Terrier, Hattrick

C: Skalmeje

Fusarium gefährdete Standorte


A: Sobi, Toras

B: Solitär

C:  Skalmeje, Hermann

 

Entscheidend für den späteren Ertrag ist die Bestandesführung in Abhängigkeit vom Weizentyp. Gerade beim Winterweizen gibt es viele Möglichkeiten des Ertragaufbaus, was schon beim Aussaattermin und Aussaatstärke zu berücksichtigen ist. Nachfolgend die wichtigsten Kenndaten zum Ertragsaufbau: 

 

Ertragsaufbau von Winterweizensorten (verändert nach Schönberger und LLH, 2006)

 

 Einzelähren-
Ertragstyp 
Bestandes-
dichte-typ 
Kompensations-
typ 
Korndichtetyp
hohe Kornzahl/Ähre  
Korndichtetyp
hohe Bestandsdichte 
Ährendichte/qm  400-500  550-650  450-550  500-600 550-700 
Kornzahl/Ähre  mittel-hoch  mittel  mittel  mittel - hoch  gering-mittel 
TKG  hoch  gering-mittel  mittel-hoch  gering-mittel  gering-mittel 
Keimpflanzen
/qm: 1)  
     
früh  160-200  250-280  180-230  250-280  250-280 
mittel 250-300  330-370  280-350  300-370  300-370 
spät  450-500 nicht geeignet 350-450 550-600 nicht geeignet 
Bestandesführung  schwache Nebentriebe
ausmerzen,
wenige Haupttriebe  
Sicherung der
Ährendichte  
Sicherung der
Ährendichte,
Wachstumsregler
nicht zu früh,
N-Dg. zum Schossen
(30/32 ? 37) wichtig. 
auch bei Hitze
gute Kornfüllung  
Sicherung der
Ährendichte,
auch bei Hitze gute
Kornfüllung 
Sorten  Skagen (E), Cubus (A),
Tommi (A), Ludwig (A),
Türkis (A),
Dekan (B)  
Capo (E),
Sokrates (A),
Impression (A),
Mulan (B),
Hermann (C)  
Schamane (A),
Buteo (B),
Hybred (B),
Winnetou (C)  
Sobi (A),
Solitär (B),
Hattrick (B),
Ritmo (B),
Biscay (C)  
Enorm (E),
Elvis (A),
Herman (C) 

1) Keimpflanzen/qm:

früh = 7 ? 8 Wochen Vegetationsdauer von Feldaufgang bis Schossbeginn (Ende des Kurztags, ca. 10. April),

mittel = 6 ? 7 Wochen Vegetationsdauer,

spät = < 5 ? 6 Wochen Vegatationsdauer.

 

Für Übergangslagen muss für die Keimpflanzen/qm ein Zuschlag von 10 %, für Höhenlagen weitere 10 % kalkuliert werden!

 

 

09.10.06

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15/09 2006

Ernteprognose für Silomais: Ermittlung der Trockensubstanz (TS)

 

Probeschnitte vom 12. September haben TS-Gehalte über 33 % ergeben, der TS-Gehalt im Kolben lag außer bei der späten Sorte Benicia deutlich über 50 %. Somit ist die Siloreife bei der Mehrzahl der Bestände im Gebiet Brensbach/Otzberg/Umstadt/Schaafheim erreicht. Anzustreben sind 30 bis 35 % Trockensubstanz (gesamt) und vor allem mehr als 50 % Trockensubstanz im Kolben.

Das deutsche Maiskomitee bietet unter http://www.maiskomitee.de/maisprog/maisprog.htm eine Anwendung zur Reifeprognose an, die Wetterverlauf, Aussaat und Sorte berücksichtigt. Für die Nutzung dieses Dienstes ist eine unkomplizierte und kostenlose Anmeldung erforderlich. Die Prognose stimmt sehr gut mit unseren Messungen überein. Bei Fragen sind wir gerne behilflich.

Wenn ein Landwirt im Wasserschutzgebiet Interesse an einer Wiegung (Achslastwaage) zur Ermittlung des Maisertrages hat, sollte er sich bitte baldmöglichst mit uns in Verbindung setzen (Tel. 06162-960430 oder –438).

 Ort  Sorte  SRZ  Aussaat  TSGes  TSKolben  TSRest  
 Brensbach  Benicia  S 280  23. Apr  33,7  47,4  23,8  
 Brensbach  Attribut  S 240  28. Apr  35,7  56,7  25,2  
 Lengfeld  Lukas  S 240  04. Mai  36,9  55,8  25,1  
 N.-Klingen  PR39F58  S 260  26. Apr  39,4  55,0  27,5  

Was tun bei verunkrautetem Grünland oder Narbenschäden?



Starke Verunkrautung auf Grünland

Gerade nach den trockenen Sommern der letzten Jahre leidet das Grünland. Der Grasbestand dünnt aus. Unkräuter wie Disteln, Ampfer oder Brennnesseln machen sich breit!

 

Auch in diesem Jahr gibt es auf vielen Flächen akuten Handlungsbedarf zur Grünlandverbesserung! Auf Wiesen oder Weiden, bei den Weidetieren wie Pferden, Rindern oder Schafen bestehen aber unterschiedliche Anforderungen an den Pflanzenbestand.

 

Im Rahmen einer Maschinenvorführung im Wasserschutzgebiet Schannenbach der Gemeinde Lautertal (OT Schannenbach, ca. 300 m hinter der Pension Sonnentau) stellen am Mittwoch, den 16. August, von 10.00 bis 12.00 Uhr die Berater der Arbeitsgemeinschaft Gewässerschutz und Landwirtschaft in Zusammenarbeit mit der Deutschen Saatveredelung Möglichkeiten zur Grünlandverbesserung vor.

 

Es werden Hinweise zur Unkrautbekämpfung, verschiedene Maßnahmen von der einfachen Übersaat, der Nachsaat bis zur Neuansaat und geeignete Saatgutmischungen, die auf die jeweiligen Ansprüche zugeschnitten sind, vorgestellt.

 

Landwirte, aber auch alle interessierten Pferdehalter, Schäfer und Bürger sind hierzu sehr herzlich eingeladen.

 

Keine Stoppelbearbeitung nach Raps

Im Gegensatz zum Getreide, sollte nach der Rapsernte zunächst keine Stoppelbearbeitung durchgeführt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass Rapssamen, die im Boden bis zu 10 Jahre keimfähig bleiben nicht vergraben werden. Vergrabene Samen können die Bestandesdichte eines zukünftigen Rapsbestandes schnell um 5 - 10 % und mehr erhöhen, wodurch die Winterhärte bzw. das Ertragspotential negativ beeinflusst werden kann. Zudem wird mit Altpflanzen der Zuchtfortschritt verringert.

Zum Keimen des auf der Bodenoberfläche liegenden ausgefallenen Rapskörner reicht bereits die Feuchtigkeit des Nebels aus. Mit einer ersten Bearbeitung werden der aufgelaufen Ausfallraps, Stroh und die Stoppeln zunächst flach eingearbeitet. Diese Bearbeitung sollte bei hoher Rapsanbaudichte aus phytosanitären Gründen vor dem Keimen der neu ansgesäten Rapsbeständen auf den umliegenden Flächen erfolgen. Dies ist, je nach Saatzeitpunkt, um die Monatswende August/September der Fall. Durch die flache Einarbeitung von Stoppeln und Stroh soll vor allem die Vermehrung und Verbreitung von Phoma lingam (Wurzelhals- und Stängelfäule), das sich vorwiegend auf abgestorbenem Rapsstroh entwickelt, unterbunden werden.

(25.07.06)

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Aktuelle Stickstoffversorgung von Mais - späte Maisdüngung

Um den 20. Mai wurden Bodenproben zur späten N-Düngung (Unterblattdüngung) von Mais entnommen. Trotz der kühlen Maiwitterung, die das Wachstum des Silomaises verzögerte und die Blätter der Maispflanzen hell erscheinen ließ, zeigen die Nmin-Untersuchungen eine gute N-Versorgung des Maises an.   

Für Flächen, auf denen bislang noch kein mineralischer N-Dünger ausgebracht worden ist, gelten die nachfolgend dargestellten Ergebnisse.

Die Bodenuntersuchungsbefunde weisen im Mittel unter den beprobten Maisflächen in 0 ? 90 cm Tiefe Nitratwerte mit ca.165 kg NO3-N/ha auf, dabei befinden sich 50 bis 70 % im Krumenbereich. Aufgrund der hohen Regenmengen im Mai ist mit einer Verlagerung in die Schicht 30 ? 60 cm zu rechnen. Eine Auswaschung aus dem durchwurzelbaren Horizont dürfte jedoch nicht stattgefunden haben. 

Unterschiede der Nmin-Mengen zwischen schweinehaltenden oder rinderhaltenden Betrieben konnten nicht festgestellt werden, wohl aber in Abhängigkeit von der Einarbeitung der Zwischenfrüchte. Wenn keine Zwischenfrüchte vorhanden waren oder die Einarbeitung bereits im Januar erfolgte, muss die N-Düngung um ca. 20 kg N/ha erhöht werden. Bei  kräftigen Zwischenfruchtbeständen (Wuchshöhe > 100 cm oder späte Güllegabe im Herbst vor Beginn der Kernsperrfrist) kann die Düngung reduziert oder ganz ausgesetzt werden. Sofern keine flächespezifischen Düngungsempfehlungen vorliegen, sollten diese Werte als Richtwerte herangezogen und gemäß DgVO dokumentiert werden.    Um den 20. Mai wurden Bodenproben zur späten N-Düngung (Unterblattdüngung) von Mais entnommen. Trotz der kühlen Maiwitterung, die das Wachstum des Silomaises verzögerte und die Blätter der Maispflanzen hell erscheinen ließ, zeigen die Nmin-Untersuchungen eine gute N-Versorgung des Maises an.

Späte Maisdüngung: Nmin/N-Bedarf

Mais Nmin (0-90 cm) Nmin (0-30 cm) N-Bedarf (kg/ha) 
Langj. ohne org. Dg.  120 (60) 70 - 80 
mit Gülle  165   (100)   20-30 
mit Mist  135   (70)  50 - 60 
    
abzgl. kräftige
Zw.frucht Ende 2005 
    minus 30 

EINLADUNG zur FELDBEGEHUNG

mit Thomas Bickhardt vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) Darmstadt

 

am Donnerstag, den 27. April 2006,

 

Bestandsentwicklung Wintergetreide
Düngung von Wintergetreide (Schossergabe, incl. Chlorophyllmessungen)
Aktuelle Fragen zum Pflanzenschutz

 

Treffpunkte:

 

WSG Mischbornquelle: Freizeitgelände Sterbach (Mosbach) um 11.00 Uhr,

 

WSGe Groß-Umstadt, Otzberg: RWZ Lengfeld um 14.00 Uhr.

 

 

Gäste sind herzlich willkommen!

 

 

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Düngungsempfehlungen zu Mais und Kartoffeln für den Vorderen Odenwald

Ende März wurden Bodenproben zur Stickstoffbedarfsanalyse von Mais und Kartoffeln entnommen. Bitte beachten Sie, dass die Düngungsempfehlungen zu Mais nur für Flächen gelten, auf denen zum späteren Zeitpunkt keine Unterblattdüngung durchgeführt werden soll. Maisbestände, die eine spätere Unterblattdüngung erhalten, sollten vor der Saat lediglich eine Gülle- oder Stallmistgabe erhalten. Für die Bemessung der Unterblattdüngung wird Ende Mai, Anfang Juni eine zusätzliche Bodenprobenentnahme durchgeführt.

 

Die Bodenuntersuchungsbefunde weisen unter den beprobten Mais- und Kartoffelflächen in 0 ? 90 cm Tiefe im Mittel Nitratwerte um 75 NO3-N/ha auf.  Unter Flächen, deren Zwischenfrüchte bis Ende Januar eingearbeitet worden sind, wurden Nmin-Werte deutlich über 100 kg NO3-N/ha ermittelt. Es ist zu erwarten, dass aus den spät eingearbeiteten Zwischenfrüchten während der Vegetationszeit noch eine erhebliche Stickstoffnachlieferung erfolgen wird. Dies wurde in der nachstehenden Düngeempfehlung berücksichtigt. Sofern Sie keine Bodenuntersuchungsergebnisse von eigenen Flächen vorliegen haben, befolgen Sie bitte die nachfolgenden Düngungsempfehlungen der nachfolgenden Tabelle. Bitte denken Sie an Ihre Verpflichtung zur Dokumentation gemäß DgVO. 

 

Für die gezielte Bemessung der Schossergabe im Wintergetreide können wir Ihnen wieder den Einsatz eines Chlorophyllmessgerätes anbieten. Bitte nutzen Sie diese Gelegenheit! Setzen Sie sich zwecks Terminabsprache oder bei weiteren Rückfragen telefonisch mit uns in Verbindung.

 

Durchschnittliche N-min-Gehalte und N-Düngungsempfehlungen für Mais und Kartoffeln im Jahr 2006

Hauptfrucht 2006 Nmin
(kg NO3-N/ha in 0 ? 90 cm)  
N-Düngungsempfehlung
(kg N/ha) 
Mais mit org. Düngung
2004 oder 2005  
77  90 
Mais langjährig ohne
organische Düngung  
50  120 
   
Kartoffeln mit
langjährig. org. Düngung 
110 50 
Kartoffeln ohne
org. Düngung 
60 100 

*) Maisdüngungsempf. nur für Flächen, die keine Unterblattdüngung erhalten sollen! Pflanzkartoffeln: N-Düngung 20 ? 30 kg N/ha niedriger

 

 

Bitte berücksichtigen Sie bei der Ausbringung von Wirtschaftsdüngern die folgenden Faustzahlen, falls Sie keine eigenen Untersuchungsergebnisse vorliegen haben:

 

10 m3/ha Schweinegülle = 36 kg/ha sofort pflanzenverfügbarer Stickstoff

10 m3/ha Rindergülle = 20 kg/ha sofort pflanzenverfügbarer Stickstoff

10 t/ha Schweinemist = 24 kg/ha pflanzenverfügbarer Stickstoff

10 t/ha Rindermist = 20 kg/ha pflanzenverfügbarer Stickstoff

 

(18.04.06)

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Düngungsempfehlungen zu Zuckerrüben und Sommergetreide nach SBA im Vorderen Odenwald

In der dritten Märzdekade wurden von Zuckerrüben- und Sommergetreideschlägen in den Wasserschutzgebieten Bodenproben gezogen. Alle beprobten Flächen waren im Vorjahr mit Zwischenfrüchten eingesät, die bis Mitte Februar noch nicht eingearbeitet waren.

Die Zwischenfrüchte waren im allgemein gut bis extrem gut entwickelt (bis zu 2 m hohe Senfbestände im Raum Otzberg/Groß-Umstadt), so dass mit einer Nachlieferung von 40 ? 60 kg N gerechnet werden kann.

Unabhängig von dieser Nachlieferung sind die Nmin-Werte unter Flächen mit langjähriger organischer Düngung oder Güllegabe im Herbst zur Zwischenfrucht  um ca. 40 kg N/ha höher als auf den anderen Flächen. Es hat unter den begrünten Flächen bislang aber keine nennenswerte Verlagerung in den Unterboden stattgefunden.

Für die Düngung von Sommergetreide werden lediglich die Nmin-Werte bis 60 cm Bodentiefe berücksichtigt, da das Sommergetreide aufgrund der kurzen Vegetationszeit nicht den kompletten Horizont erschließen kann. Für Zuckerrüben ist das gesamte Beprobungsprofil (0 ? 90 cm) zu berücksichtigen.

 

Sofern Sie keine Bodenuntersuchungsergebnisse von eigenen Flächen erhalten, berücksichtigen Sie bitte für die anstehende Düngungsmaßnahmen die Tabelle auf der Rückseite. Denken Sie auch an Ihre Verpflichtung zur Dokumentation nach Düngeverordnung!

Nmin-Mengen und Düngungsempfehlungen zu Zuckerrüben und Sommergetreide 2006

Hauptfrucht2006  Organische Düngung?  Frühjahrs-Nmin 2006
(kg NO3-N in0 ? 60/90 cm) 
Dg.Empf.(kg N/ha) 
Zuckerrüben  regelmäßig  90 20 - 30 
 Gülle zur Zwischenfrucht  100  20 - 30 
 keine  60  50 
    
Hafer   50  30 - 50 
So-Futtergerste  70 20 - 40 
So-Braugerste  70  0 - 20 

Werden Wirtschaftsdünger vor/zur Saat ausgebracht, so brauchen keine weiteren Mineraldünger eingesetzt werden!

(Ausnahme strohreicher Stallmist)

 

Bitte berücksichtigen Sie bei der Ausbringung von Wirtschaftsdüngern die folgenden Faustzahlen, falls Sie keine eigenen Untersuchungsergebnisse vorliegen haben:

 

10 m3/ha Schweinegülle = 36 kg/ha sofort pflanzenverfügbarer Stickstoff

10 m3/ha Rindergülle = 20 kg/ha sofort pflanzenverfügbarer Stickstoff

10 t/ha Schweinemist = 24 kg/ha pflanzenverfügbarer Stickstoff

10 t/ha Rindermist = 20 kg/ha pflanzenverfügbarer Stickstoff

 

 

(10.04.06)

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24/03 2006

Düngungsempfehlungen zu Sommer- und Wintergetreide nach SBA im Bereich Hoher Odenwald

 

Ende Februar wurden auf 5 Wintergetreideschlägen in den Wasserschutzgebieten Bodenproben gezogen. Die Werte schwanken zwischen 45 und 83 kg N/ha in 0 bis 90 cm Tiefe.

Die Wintergerste hat mit 50 kg N geringere Bodenvorräte als Winterweizen (68 kg). Hier können 50 kg N als Stargabe gegeben werden, auf Flächen, die zur Vorfrucht oder zur Saat organische Düngung erhalten haben, sollte um 10 kg reduziert werden. Als Schossergabe können 20-30 kg gedüngt werden.

Wie auch im vergangenen Jahr sind die Wintergetreidebestände gut bis kräftig entwickelt in den Winter gegangen, und es ist davon aus zu gehen, dass sie die Frosttage gut unter der Schneedecke überstanden haben. Im Weizen ist daher eine schossbetonte Bestandesführung empfehlenswert, um ein weiteres, übermäßiges Bestocken zu vermeiden.

Auf eine Startgabe von 30 kg N/ha sollte die Schossergabe mit 40-50 kg, abhängig von Bestandsentwicklung und Ertragserwartung, folgen.

Differenzierter ist die Lage beim Sommergetreide. Hier schwanken die ermittelten N-min-Gehalte in 0 bis 60 cm zwischen 27 und 92 kg/ha. Flächen mit organischer Düngung im Vorjahr sollten verhalten gedüngt werden (20-40 kg N/ha). Flächen ohne organische Düngung können bis 55 kg erhalten.

 

Wann und wie viel zum Start?

Die 1. Gabe sollte prinzipiell zu Vegetationsbeginn erfolgen, d.h. wenn die Pflanzen deutliches Wurzelwachstum zeigen. Je nach Höhenlage liegt der Vegetationsbeginn meist zwischen dem 10.-20. März., in diesem Jahr deutlich verspätet. 

Die novellierte Düngeverordnung verbietet neuerdings auch die Ausbringung von stickstoffhaltigen Mineraldüngern auf den gefrorenen Boden. Nur wenn dieser im Tagesverlauf leicht auftaut ist ein Eindringen in den Boden möglich und damit die Düngung gestattet. Den 1. N-Düngungstermin möglichst nah an den Bedarf der Pflanze zu legen ist unbedingt anzustreben, um N-Verluste durch Abschwemmung, Auswaschung oder Entgasung zu vermeiden.

Sofern keine Bodenuntersuchungsergebnisse von eigenen Flächen vorliegen, sollten die Empfehlungen der nachstehenden Tabelle übernommen werden.

 

24/03 2006

Düngungsempfehlung nach SBA 2006 für Sommer- und Wintergetreide im Bereich Hoher Odenwald

Hauptfrucht 2006 Vorfrucht 2005 Nmin, Frühjahr 06
(0-90 cm) 
Dg.Empf., 1. Gabe
(Veg.Beginn) 
Dg.Empf., 2. Gabe
(Schossen) 
W.Gerste Getreide 50 40-50 20-30 
W.Weizen Getreide/Mais 68 30 40-50 
S.Gerste, Hafer Getreide 58 (27-92) 20-55  
   niedrige Werte
gelten  
für Flächen mit
organischer Düngung
im letzten Jahr 
     
20/03 2006

Region Otzberg/Gr.-Umstadt: Düngungsempfehlungen zu Wintergetreide

Wie auch im vergangenen Jahr sind die Wintergetreidebestände gut bis kräftig entwickelt in den Winter gegangen. Bislang haben  sie die Frosttage problemlos unter der Schneedecke überstanden. Die Bodenuntersuchungsergebnisse weisen in Abhängigkeit von Vorfrucht und organischer Düngung erhebliche Streuungen auf (zwischen 44 und 160 kg Nitrat-N in 0 - 90 cm Tiefe). Als Startgabe zum Weizen ist eine Güllegabe anstelle vom Mineraldünger besonders empfehlenswert. Die überwiegend sehr gute Bestandesentwicklung der Gersten- und zeitig gesäten Weizenschläge, verlangt in diesem Frühjahr einen vorsichtigen Umgang mit dem Stickstoff. Bei einer überzogenen Startdüngung kann es vor allem auf wärmeren Standorten zum Überziehen der Bestände führen. Die Folge ist eine höhere Lagergefahr, vor allem in Bestandesdichtetypen. Auch Ertragsverluste sind möglich, insbesondere auf Standorten  mit ausgeprägter Vorsommertrockenheit.

 

Abgesehen von kalten umsetzungsträgen oder humusarmen Standorten hat sich daher in den letzten Jahren allgemein eine eher schossbetonte Düngung im Wintergetreide (Weizen, Roggen, Triticale) bewährt.

 

Wann und wie viel zum Start?

 

Die 1. Gabe sollte prinzipiell zu Vegetationsbeginn erfolgen, d.h. wenn die Pflanzen deutliches Wurzelwachstum zeigen. Je nach Höhenlage liegt der Vegetationsbeginn meist zwischen dem 10.-20. März., in diesem Jahr deutlich verspätet.  Die novellierte Düngeverordnung verbietet neuerdings auch die Ausbringung von stickstoffhaltigen Mineraldüngern auf den gefrorenen Boden. Nur wenn dieser im Tagesverlauf leicht auftaut ist ein Eindringen in den Boden möglich und damit die Düngung gestattet. Den 1. N-Düngungstermin möglichst nah an den Bedarf der Pflanze zu legen ist unbedingt anzustreben, um N-Verluste durch Abschwemmung, Auswaschung oder Entgasung zu vermeiden.

 

Sofern keine Bodenuntersuchungsergebnisse von eigenen Flächen vorliegen, sollten die Empfehlungen der nachstehenden Tabelle übernommen werden.

 

20/03 2006

Region Otzberg/Gr.-Umstadt: Nmin-Mengen und Düngungsempfehlungen zu Wintergetreide 2006

Hauptfrucht 2006 Vorfrucht 2005 Nmin, Frühjahr 06
(0-90 cm) 
Dg.Empf., 1. Gabe
(Veg.Beginn) 
Dg.Empf.,
2. Gabe
(Schossen) 
W.Gerste Getreide 43 50 30 
W.Weizen Mais, Kartoffeln 100 20 30-40 
 Raps 95 30 40 
 Getreide mit
org. Düngung 
120 0-30 30 
 Getreide ohne
org. Düngung 
75 50 50 
 Z. Rüben
(bei später Rodung
höhere N-GAbe) 
53 40-50 50-60 
02/03 2006

Antrag auf Registrierung für Betriebe der Futtermittelprimärproduktion

 

Auf Grund mehrerer Anfragen von Landwirten, was dort wann anzukreuzen sei, haben wir beim RP Gießen nachgefragt:

 

Landwirtschaftliche Betriebe, die Futtermittel zur ausschließlichen Verwendung im eigenen Betrieb mischen sind nur in der Primärproduktion tätig, d. h. es müssen nur die beiden oberen Kästchen angekreuzt werden. Mineralvormischungen, Sojaschrot etc. zählen nicht zu den Zusatzstoffen.

 

AUSNAHME:

 

Wenn in den Eigenmischungen Zusatzstoffe oder Vormischungen nach Anhang IV Kap. 3 der VO (EG) 183/2005 (Futtermittelhygieneverordnung) verwendet werden, geht dies über die Primärproduktion hinaus, es ist daher das unterste Kästchen anzukreuzen.

Zusatzstoffe gemäß Anhang IV Kap. 3 sind:

 

Antibiotika
Kokzidiostatika und Histomonostatika
Wachstumsförderer
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